Versicherungen in der Wirtschaft

Die Versicherungsformel ermöglicht es die Folgen eines bestimmten Risikos auf die ganze Bevölkerung zu verteilen. Die allgemeine Verfügbarkeit der Versicherungsprodukte ist eines der Kennzeichen für die soziale- und wirtschaftliche Entwicklung. Die Feststellung, dass Versicherungen nur für Reiche geeignet und nur solche sich hierfür interessieren sollten, ist ein Mythos. Untersuchungen zeigen, dass eben Personen mit niedrigen oder mittleren Einkommen, aus den Versicherungen den größten Nutzen ziehen können.
Versicherungen stellen einen wichtigen Bestandteil der Finanzen, sowohl der einzelnen Haushalte als auch in der ganzen Wirtschaft, dar. Lebensversicherungen tragen zum Anstieg der Sparquote, vor allem der langfristigen, bei.
Das Ziel solcher Versicherungen kann unterschiedlich sein. Die wichtigsten sind die Absicherung der Ausbildung der Kinder und die Altersvorsorge. Die Bedeutung der Versicherungen wird parallel zu dem Rückgang des Umfangs und der Höhe der Leistungen aus den Sozialversicherungs- und Krankenversicherungssystemen ansteigen.

Versicherungen funktionieren ebenfalls als ein makroökonomischer "Stabilisator der Wirtschaft". Sie mildern nämlich die risikobedingten Konjunktureinbrüche und tragen selber zum Anstieg des BIP bei. Bei der Versicherungsbranche handelt es sich ebenfalls um einen wichtigen Arbeitgeber. Die Versicherungsgesellschaften der 33 ländereigenen Versicherungskammern, die in dem CEA (Europäischer Versicherungs- und Rückversicherungsverband) organisiert sind, beschäftigen fast eine Million Mitarbeiter. In Polen sind direkt bei den Versicherungsgesellschaften mehr als 30 Tsd. Mitarbeiter beschäftigt. Man schätzt, dass in der ganzen Branche rund 100 Tsd. Personen beschäftigt sind. 

Warum sind Versicherungen für die Wirtschaft so wichtig?

  • Mobilisierung privater Ersparnisse und Unterstützung oder gar Vertretung des öffentlichen Sektors im Bereich der sozialen Absicherung
  • Versicherungsgesellschaften sind wichtige Arbeitgeber
  • Abmilderung der Konjunkturzyklen und ein wichtiger Wachstumsfaktor für das BIP
  • Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft durch die Freigabe der Reserven sowie ein besseres Risikomanagement (darin eine präventive Rolle)