Versicherungen in Polen

Bei den Versicherungsbeiträgen haben sowohl die Sparte Lebensversicherungen als auch die Sparte Vermögensversicherungen sehr gute Ergebnisse verzeichnet. 66 der im Jahr 2008 tätigen inländischen Versicherungsgesellschaften haben innerhalb eines Jahres Beitragszahlungen von fast 60 Mrd. PLN eingenommen. Das Ergebnis verbesserte sich Vergleich zum Vorjahr um 36,6 Proz.

Mann sollte hinzufügen, dass in Polen mehr als 500 Versicherer ihre Geschäftstätigkeit auf der Grundlage einer sog. Notifikation, gemäß den Grundsätzen des einheitlichen Europäischen Passes, betreiben. Statistiken über die Geschäfte notifizierter Unternehmen werden jedoch von keiner Einrichtung geführt.

Gemäß dem Bericht der Europäischen Versicherungs- und Rückversicherungsverbandes (CEA) nimmt Polen heute europaweit den 11. Platz hinsichtlich der jährlich eingenommenen Beiträge (16,9 Mrd. EUR) ein. Dies platziert unser Land in derselben Liga wie Dänemark, Schweden oder Österreich.

Aktuell beträgt der Beitrag pro statistischen Polen mehr als 1,5 Tsd. PLN, während es im Jahr 2007 ca. 1,2 Tsd. PLN waren. Der polnische Markt wird immer noch von einigen wenigen großen Versicherungsgesellschaften dominiert. Die fünf führenden Unternehmen im Segment Lebensversicherungen kontrollieren fast 70 Proz. des gesamten Marktes, im Bereich Vermögensversicherungen beträgt der Anteil der fünf größten Versicherer 71 Proz.

Im Jahr 2008 haben die polnischen Versicherungsgesellschaften mehr als 29,5 Tsd. Angestellte beschäftigt, was 0,55 Proz. aller im Unternehmenssektor Beschäftigten ausmachte (gem. Angaben des GUS (Hauptstatistikamt) für Dez. 2007). Die Versicherungsgesellschaften haben auch mit mehr als 55 Tsd. Versicherungsmaklern zusammengearbeitet, die bei keinem Unternehmen fest angestellt waren. Das Jahr 2008 hat keine wesentlichen Veränderungen hinsichtlich der Anzahl der Beschäftigten gebracht. In den Unternehmen der Sparte I. haben 7,3 Tsd. Personen gearbeitet, also um 0,5 Proz. weniger als im Vorjahr. Die Vermögensversicherer haben wiederum 22,3 Tsd. Personen beschäftigt (um 3,5 Proz. weniger als im Vorjahr).